Zahnarztpraxis in München Allach-Untermenzing Dr. med. dent. Peter Pohl Zahnarztpraxis in München Allach-Untermenzing
Dr. med. dent. Peter Pohl



Montag
von 09:00 bis 12:00 Uhr
von 15:00 bis 18:00 Uhr
Dienstag
von 09:00 bis 12:00 Uhr
von 15:00 bis 18:00 Uhr
Mittwoch
von 09:00 bis 12:00 Uhr
Donnerstag
von 09:00 bis 12:00 Uhr
von 15:00 bis 18:00 Uhr
Freitag
von 09:00 bis 12:00 Uhr

und nach Vereinbarung.

Geringe Wartezeiten durch gutes Zeitmanagement!


Zahnarztpraxis in München Allach-Untermenzing
Dr. med. dent. Peter Pohl

Eversbuschstr. 64
(Ecke Esmarchstr.)
80999 München

Telefon: (089) 8 12 22 73
Fax: (089) 8 12 22 73

zahnarzt-dr-pohl@t-online.de

Gesundheitsnachrichten

Lehrkonzept der Behindertenorientierten Zahnmedizin der Universität Witten/Herdecke ausgezeichnet

Der „Dental Education Award 2018“ ging an Prof. Dr, Andreas Schulte und sein Team

Die Art und Weise, wie die Universität Witten/Herdecke die Studierenden der Zahnmedizin auf die Behandlung von Behinderten vorbereitet, ist in der letzten Woche beim Deutschen Zahnärztetag 2018 ausgezeichnet worden. Eine Arbeitsgruppe der Universität Witten/Herdecke, bestehend aus Prof. Dr. Andreas Schulte, Dr. Michael Egermann, Dr. Peter Schmidt (Lehrstuhl für Behindertenorientierte Zahnmedizin) und Prof. Dr. Jan Ehlers (Lehrstuhl für Didaktik und Bildungsforschung im Gesundheitswesen) erhielt einen der drei Förderpreise für Innovative Ideen der Kurt-Kaltenbach-Stiftung. An der Preisverleihung war auch die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) beteiligt, die wissenschaftliche Dachorganisation für zahlreiche unterschiedliche zahnmedizinische Arbeitsgemeinschaften und Arbeitskreise.

Die Autorengruppe erhielt diesen Preis für die wissenschaftlichen Arbeit „Evaluation eines neuen Unterrichtsmoduls zur Vorbereitung von Studierenden im Fach Zahnmedizin auf die Behandlung von Patienten von Behinderung“. Das Modul besteht darin, dass Studierende im Fach Zahnmedizin, die sich im klinischen Teil des Studiums befinden, in Dreiergruppen 5 Stationen zur Kommunikation mit und zur Untersuchung von Patienten mit Behinderung durchlaufen. Die Themen sind: Kommunikation 1) mit Patienten mit geistiger Behinderung und deren Betreuer, 2) mit Patienten mit Cerebralparese, 3) mit Patienten, die im Rollstuhl sitzen, 4) mit Patienten, die blind sind und 5) mit Patienten, die Unterstützung bei der Mundpflege benötigen. Prof. Andreas Schulte ist seit 2015 der Inhaber des ersten und bisher einzigen Lehrstuhls für Behindertenorientierte Zahnmedizin in Deutschland. Unter seiner Führung wurde das neue Modul entwickelt und als fester Bestandteil in den Lehrplan des Zahnmedizinstudiums an der Universität Witten/Herdecke aufgenommen.

Die Studierenden übernehmen in den 5 Stationen abwechselnd die Rolle des Patienten, des Zahnarztes und der zahnmedizinischen Fachhelferin. Die bisher 70 Teilnehmer an diesem Modul füllten vor und nach der Teilnahme an diesem neuen Praktikum einen Fragebogen aus, der von den o.a. Autoren entwickelt worden war. Das Hauptergebnis dieser Studie war, dass 92% der Befragten die Teilnahme an diesem Praktikum positiv bewerteten. Ergänzend stellte Prof. Schulte fest: „Es ist sehr erfreulich, dass 98% der Teilnehmer ihren Kommilitonen aus anderen Universitäten empfehlen, an diesem Modul teilzunehmen. Ich bin gern bereit, andere Universitäten bei der Einführung dieses Moduls zu unterstützen“. „Genau diese Pilotfunktion, die jetzt verdient ausgezeichnet wurde“, so die zuständige Projektleiterin Silvia Eller von der Software AG – Stiftung, „hat uns vor fünf Jahren dazu bewogen, die Errichtung des Lehrstuhls zu ermöglichen. Wir freuen uns mit den Preisträgern und hoffen, dass von Witten/Herdecke auch in Zukunft weitere innovative Impulse ausgehen, die die zahnmedizinische Betreuung von Menschen mit Behinderungen mittel- bis langfristig verbessern können.“ Bildunterschrift: v.l.n.r.: Prof. Dr. Jan Ehlers, Dr. Michael Egermann, Dr. Peter Schmidt und Prof. Dr. Andreas Schulte



Deutscher Zahnärztetag 2018

Deutscher Zahnärztetag 2018

Der Deutsche Zahnärztetag 2018 fand vom 07. bis 10. November in Frankfurt am Main statt.
Als Großevent von zahnmedizinischer Wissenschaft, Politik und Praxis wird er gemeinsam von Bundeszahnärztekammer (BZÄK), Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV) und Deutscher Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) durchgeführt. Zum Eröffnungsfestakt am 08. November umrissen die drei Organisationen die Bedeutung von Therapiefreiheit: ein (Zahn)Mediziner müsse das therapeutisch Notwendige anwenden dürfen, ohne durch ökonomische Vorgaben von dritter Seite beeinflusst zu werden. Der Politik käme die Aufgabe zu, hier die notwendigen Rahmenbedingungen im Interesse des Patientenschutzes zu gestalten. BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel forderte zudem den Bundesrat auf, der verschleppten Novelle der Approbationsordnung Zahnmedizin nun endlich zuzustimmen. Festredner Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin sprach über Vertrauen, Wahrhaftigkeit und Verlässlichkeit, den drei Normen von Kommunikation.

Im Rahmen der BZÄK-Bundesversammlung wurden Beschlüsse von Approbationsordnung bis Zahnarzt GmbHs gefällt, z.B. zur: Gleichwertigkeitsprüfung als Garant für Patientenschutz und Qualitätssicherung, Ausbildungsverordnung der Pflegeberufe, Approbationsordnung für Zahnärzte, Punktwertanpassung sowie Weiterentwicklung der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ), Zucker und Ernährung sowie zum Thema Gründungsberechtigung von Krankenhäusern für zahnmedizinische MVZ.  

Auf der gemeinsamen politischen Pressekonferenz der drei Dachorganisationen wurden die Risiken, die die Einflussnahme von Fremdinvestoren auf das Gesundheitswesen mit sich bringen, skizziert. Zudem wurde verdeutlicht, wie Leitlinien die fachliche Entscheidungsfindung in der Zahnmedizin unterstützen. BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel betonte außerdem: „Mit der uralten Approbationsordnung möchten wir nicht im Guinness Buch der Rekorde landen!“

Informationen zum Deutschen Zahnärztetag 2018 finden Sie unter:

www.bzaek.de/deutscher-zahnaerztetag.html



Schulsanitäterinnen retten Zähne

Am heutigen Mittwoch, dem 7. November 2018, starteten das Zahntraumazentrum Regensburg (ZTZ) und die St. Marien-Schulen der Diözese Regensburg offiziell ihre Kooperation „Rettet die Zähne“.

Dafür stellt das ZTZ dem Gymnasium und der Realschule Zahnrettungsboxen zur Verfügung und übt mit Schülerinnen, wie bei einem Zahnunfall vorzugehen ist, um die Zähne zu erhalten. „Im Zahntraumazentrum Regensburg behandeln wir häufig Kinder und Jugendliche, bei denen durch Unfälle im Schulsport Zähne teilweise frakturiert, verschoben oder komplett verloren wurden. Innerhalb von Sekunden sind dann Funktion und Ästhetik des Gebisses erheblich geschädigt. Was nur wenige wissen: Bei schnellem und richtigen Handeln kann ein ab- oder herausgebrochener Zahn wieder einheilen und so erhalten bleiben“, informierte Professor Dr. Dr. Torsten E. Reichert, Direktor der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Regensburg (UKR), heute anlässlich der Kooperation in den St. Marien-Schulen in Regensburg. Statistisch gesehen erleidet fast jeder zweite Jugendliche bis zum 17. Lebensjahr einen Zahnunfall. Die Kooperation zwischen dem ZTZ und der Mädchenschule will die Prognose für die Schülerinnen im Falle eines Zahnunfalls verbessern. „Da bei uns Prävention und Erste Hilfe eine große Rolle spielen, haben wir unter anderem einen Schulsanitätsdienst aufgebaut. Etwa 40 Schülerinnen ab Klasse 7 nehmen jedes Jahr an diesem Wahlunterricht teil. Dank des Engagements des Zahntraumazentrums Regensburg können wir unsere Schulsanitäterinnen nun auch optimal auf das richtige Verhalten bei einem Zahnunfall vorbereiten und so hoffentlich weitere Schäden vermeiden“, freut sich Schulleiter Dr. Hans Lindner über die Zusammenarbeit.

Das Projekt startete heute mit dem Überreichen von fünf Zahnrettungsboxen. Außerdem erhielten die Schülerinnen, die das Wahlfach Schulsanitätsdienst belegen, eine Anleitung zum richtigen Verhalten bei einem Zahnunfall.

Schülerinnen üben mit künstlichen Zähnen

Bei der Rettung eines Zahnes sind vor allem Schnelligkeit, gute Augen und Feinmotorik gefragt, erfuhren die St. Marien-Schülerinnen von Dr. Matthias Widbiller von der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie des UKR. So ist bei einem Zahnunfall nicht nur die Versorgung des Verletzten elementar, auch dem abgebrochenen oder verlorenen Zahn muss sich intensiv gewidmet werden. Je schneller verlorene Zahnfragmente oder Zähne in eine Zahnrettungsbox oder in H-Milch gelegt werden ohne auszutrocknen und je eher sie vom Zahnarzt wieder zurückgesetzt werden können, desto besser ist die Prognose für die Ausheilung. Wer dabei alles richtig machen will, berührt den ausgeschlagenen Zahn beim Aufheben an der Krone statt an der Wurzel, um die empfindlichen Zellen auf der Wurzeloberfläche nicht zu schädigen. „Wir haben geübt, einen künstlichen Zahn überhaupt erst zu finden, denn die sind ja sehr klein. Und es war gar nicht so einfach, den Übungszahn auch tatsächlich so aufzuheben, dass er nicht zerstört wird. Auf einen Zahnunfall hat uns Dr. Widbiller gut vorbereitet!“, berichtet eine Schülerin nach der Übungsstunde zur Zahnrettung. Hier haben sie und ihre Mitschülerinnen auch erfahren, welche Flüssigkeiten sich zur Zahnrettung eignen, wenn keine professionelle Box mit einer Nährlösung zur Hand ist und wie gut die Chancen tatsächlich stehen, dass ein ausgeschlagener Zahn wieder anwachsen kann.

Gute Erstversorgung entscheidend für Therapieerfolg

„Als wir vor rund zwei Jahren am Universitätsklinikum Regensburg das Zahntraumazentrum gegründet haben, ging es uns vor allem darum, Zahnunfälle für eine optimale Prognose schnell und kompetent behandeln zu können. Doch ob ein ausgeschlagener Zahn tatsächlich überleben kann, entscheidet sich in den ersten 15 Minuten nach einem Zahnunfall. Von der umfassenden Aufklärung und der Verteilung von Zahnrettungsboxen in Schulen erhoffen wir uns, dass künftig viel mehr Zähne erhalten werden können. Besonders für junge Patienten wäre dies enorm wichtig“, nennt Professor Dr. Wolfgang Buchalla, Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie des UKR, entscheidende Gründe, um das Thema Zahnrettung direkt in die Schule zu bringen. Das Zahntraumazentrum Regensburg hat bereits 52 Schulen mit Zahnrettungsboxen und Infopaketen versorgt und so rund 17.000 Schülerinnen und Schüler erreicht.

Über das Zahntraumazentrum Regensburg

Das Zahntraumazentrum Regensburg ist ein Zusammenschluss der zahnmedizinischen Fachbereiche des UKR unter Federführung der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie. Mit seinem umfassenden Leistungsspektrum und einer 24-stündigen Akutversorgung auf höchstem Niveau dient das ZTZ als zentrale Anlaufstelle für Zahnverletzungen in Ostbayern. Das Zahntraumazentrum Regensburg bietet neben der akuten Erstversorgung auch eine langfristige Nachbehandlung in interdisziplinärer Zusammenarbeit an. Im Falle bleibender Schäden erhalten Patienten hier intensive Nachkontrollen und ein individuelles Behandlungskonzept in Zusammenarbeit aller zahnmedizinischen Disziplinen. So werden je nach Art und Umfang der Verletzungen bei Diagnostik und Therapie auch die Polikliniken für Kieferorthopädie und Zahnärztliche Prothetik, die Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie (Traumanetzwerk Ostbayern) sowie die Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin des UKR eingebunden. „Besonders gut funktioniert die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Zahnärzten der Region, was uns ein besonderes Anliegen ist“, weiß Professor Dr. Kerstin Galler von der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie des UKR. Auf bayerischer Ebene arbeitet das Zahntraumazentrum Regensburg mit dem Zahnunfallzentrum des Universitätsklinikums Würzburg zusammen.